Venusfeuer

Forschungsgruppe für weibliche Sexualität und Spiritualität

Wir verstehen uns als „Forschungsgruppe“, die sich mit weiblicher Sexualität und Spiritualität befasst. Wir stellen unser Programm nach unseren eigenen Interessen selbst zusammen. Themen reichen vom Erfahrungsaustausch über den Orgasmus oder weibliche Sexualität bis zu Bodypainting, Arbeiten mit Ton, einem Massageabend oder einer Frauenschwitzhütte - oder was immer du einbringst. Und immer geht es darum, dass wir uns im Spiegel und Kontakt mit Mitfrauen selbst besser sehen und stärken können.

Preis: 5 Euro für die gemeinsame Gruppenkasse

Termine: Wir treffen uns an jedem letzten Donnerstag im Monat. Von Zeit zu Zeit öffnen wir unsere Gruppe für neue Interessentinnen, dazwischen bilden wir eine geschlossene Gruppe, damit eine Atmosphäre von Vertrautheit und Vertrauen entstehen kann.

Zur Zeit haben wir eine Grenze unserer Gruppengröße erreicht und uns wegen unserer Freude an tiefem, aufrichtigem Miteinander entschieden, nur einmal im Jahr einen offenen Abend anzubieten, und neue Frauen willkommen zu heißen, falls sich welche aus der bestehenden Gruppe verabschieden sollten. Wenn du dich langfristig für die Gruppe interessierst, kannst du dich über die E-Mail-Adresse venusfeuer-dresden@web.de in die Interessentinnenliste eintragen lassen. Du wirst dann per E-Mail zum nächsten offenen Venusfeuertermin eingeladen.

Der folgende Text stammt von Inaqiawa und hat über ein Frauenheilkreiswochenende den Weg zu uns gefunden. Seit dem begleitet er uns im Venusfeuer und hat noch mehr Tiefe und Klarheit gebracht. Er beschreibt, wie wir einander begegnen wollen und verbindet uns gleichzeitig mit dem weiblichen Bewusstseinsfeld.

Was macht einen Frauen-Kreis zu einem Frauen-Heil-Kreis?

Was bedeutet das Wort Heil?
Ganz-Sein - nichts weglassen - nichts verstecken - nichts leugnen -

Erst wenn wir uns alles eingestehen, dann haben wir eine Chance Heilung zu erfahren - für uns und für das Ganze.
Das Besondere an diesem Kreis soll genau dieser Aspekt sein. Wir üben uns darin, uns zu zeigen, wie wir sind. Verbergen nichts bzw. spüren das Verborgene und lassen alles da sein, was sich zeigen will.
Heilung kann nur in einem Feld von Vertrauen und Bedingungslosigkeit entstehen. Bedingungslosigkeit braucht ein paar Selbstverständlichkeiten, einen Rahmen, ein Feld, um entstehen zu können.

Dazu gehört zum einen, dass eine Jede zu jeder Zeit bei sich selber bleibt und die anderen Frauen im Kreis als Spiegel ihrer Selbst ansieht. Soll heißen, dass ich das, was ich an der anderen liebe, auch lerne an mir zu lieben und das, was mich an der anderen stört bei mir selber suche, als Potential meines Wachstums verdrängter Eigenschaften. Das bedeutet auch zu wissen, dass alles was eine andere über mich sagt, nichts mit mir zu tun hat, sondern ihrem Inneren entspringt. Das ist wichtig zu wissen, denn dann müssen wir nichts persönlich nehmen und können mit ganzer Aufmerksamkeit weiter zuhören und bei der anderen sein.

Dazu gehört zum anderen auch, dass eine Jede nach Wahrhaftigkeit sucht. Diese Wahrhaftigkeit entdecken wir unter/hinter unseren EGO-Strukturen. Der Unterschied ist nicht immer leicht zu erkennen, da wir diese Muster unser ganzes Leben lang schon leben. Meist können wir es daran erkennen, dass wir die Geschichte, die wir erzählen, nicht zum ersten Mal erzählen. Dann hilft die Frage: wofür ist diese Geschichte in meinem Leben stellvertretend. Die Antwort gibt uns einen Hinweis auf unsere Wahrhaftigkeit.

Zum Dritten gehört dazu, dass wir das Gesagte einer Anderen weder interpretieren, noch kommentieren und schon gar nicht bewerten. Alle Worte sind immer als ein Hinweis auf die dahinter stehende Wahrhaftigkeit zu verstehen. Dabei geht es nie darum, was wir anderen darüber denken oder welche ähnlichen Erfahrungen wir gemacht haben. Wenn Eine spricht, gilt die gesamte Aufmerksamkeit ihren Worten und ihrem Sein und alle Energien gehen in ihre Richtung. So können wir Wertschätzung ausdrücken und ein Feld generieren, in dem sich zeigen kann, was sich zeigen will. (leicht abgewandelt vom Original)

Hier ist ein kleiner Bericht von unserem letzten Offenen Abend im August 2018:

„Es war unsere Jahresöffnung. Neue Frauen, die sich im Vorfeld schon an uns persönlich gewandt hatten, konnten teil nehmen.
Als Ort wählten wir den Garten und die Räumlichkeiten von einer unserer Frauen. Es sollte nach dem heißen Sommer eigentlich mehr im Garten statt finden - wir mussten allerdings dem aprupt kühleren Wetter Rechnung tragen und alsbald in die warme Stube gehen. Wir hatten alle - wie fast immer - etwas Köstliches für den Gaumen mitgebracht, so dass in Kürze eine köstliche Tafel gezaubert war. Nach der Labsal begannen wir mit organisatorischen Fragen wie Modalität der Mietzahlung im Seminarzentrum und unsere Beiträge zum Gelingen des AnuKan - Zentrum für Berührungskunst. Wir besprachen die Rahmen-Regeln unseres Kreises mit einer Obergrenze bei 13 Frauen, mit Verbindlichkeit für 1 Jahr und Verpflichtung zur E-mail-Abmeldung bei unvermeidlichem maximal 3maligem Fehlen. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen können wir ein Feld von Vertrauen und Bedingungslosigkeit entstehen lassen. Dazu gehört, dass eine Jede zu jeder Zeit bei sich selber bleibt und die Frauen im Kreis als Spiegel ihrer selbst ansieht. Eines der Werkzeuge dafür ist die Tradition, mit einem Redestab die volle Aufmerksamkeit gegenseitig zu praktizieren und damit zu garantieren, dass wirkliche Tiefe in den von uns selbst jeweils erwünschten und vorbereiteten Forschungsthemen entstehen kann.
Für dieses offene Venusfeuer hatten wir uns 4 Runden vorgenommen, von denen wir dann letztendlich 3 realisierten:
1. Befindlichkeitsrunde: Ich jetzt gerade mit meinem Körper, hier an diesem Platz.
2. Ich mit meiner Familie und mit meinem Beruf/Berufen/Berufungen
3. Ich als Frau/Weib
Da es schon weit nach 22 Uhr war, beschlossen wir, den hochinteressanten Part Nr. 4. auf ein nächstes Venusfeuer zu vertagen.
Wir hatten das Empfinden, dass es ein abendfüllendes Thema ist: Ich und mein wichtigster spirituelle/r/s Impuls/LehrerIn/Werk.
Bei allen Runden hatte jede Frau kleine Zettel zur Verfügung, auf die sie beim Zuhören, die sie selbst am stärksten positiv anregenden Themen/Stichworte/Qualitäten aufschreiben konnte, damit wir sie am Ende gemeinsam für alle lesbar auslegen und so aus diesen wertvollen Erinnerungsstücken die vielen Resonanzen, die wir miteinander haben, erkennen und bestaunen konnten.

Das Venusfeuer ist eine wunderbar lebendige Begegnungsgruppe und wichtige Tankstelle und Inspirationsquelle für urweibliche Themen.
Einmal im Jahr gibt es eine mehrtägige Reise, bei der wir tiefer eintauchen in den weiblichen Urgrund. Diese Reise führt uns in wunderbare heilsame Natur (Thüringen, Brandenburg oder Ostsee) und näher zu uns selbst.
Hier sind auch Frauen herzlich willkommen, die nicht in der Venusfeuergruppe sind, weil diese Reise ein in sich geschlossenes Konzept hat. Nähere Informationen dazu und die Anmeldemöglichkeit gibt es auf der Website von Claudia Hoppe: https://www.massagefreu.de/frauenseminar.html.